Es ist ein Problem, mit dem wir und insbesondere IT Systemhäuser alle zwangsläufig konfrontiert werden: Je älter ein Computer wird, desto länger braucht er zum Hochfahren. Das liegt daran, dass wir häufig immer neue Tools und Programme installieren. Sie starten dann zum Teil automatisch mit dem „Booten“ des Rechners. Mit diesem Trick von dem IT Service “SENTINEL” schaffen Sie es, dass der Computer wieder schneller startet.

Häufig sehen Sie als Nutzer gleich, welche Programm automatisch starten. Sie erscheinen in der Taskleiste. Doch andere Programme nehmen Sie gar nicht wahr. Sie öffnen sich im Hintergrund und nehmen dort Rechenleistung in Anspruch, die gerade beim Systemstart dringend gebraucht werden.

Ein Blick in das Autostart-Verzeichnis

Bis zum Betriebssystem Windows 7 war es vergleichsweise einfach, einen Überblick über diese Programme zu erhalten. Im Startmenü existierte ein Ordner „Autostart“, in dem sich die Verknüpfungen befanden. Unter Windows 10 ist es zwar ein wenig schwieriger, an das Menü zu gelangen, doch dafür liefert es gleich ein wichtiges Analysetool mit, um die richtigen Bremsen ausfindig zu machen.

Wenn Sie also einen Überblick erhalten möchten, welche Programme beim Systemstart geöffnet werden, tippen Sie in die Suchleiste auf der linken Seite der Taskleiste den Text „taskmagr/o/startup“ ein. Wichtig ist nun das, was das Betriebssystem als Startauswirkung einordnet. Dort gibt es die Kategorien hoch, mittel und niedrig. Windows schätzt damit ein, wie stark die jeweilige Anwendung den Startprozess beeinflusst. Dabei geht Windows wie folgt vor: Als hoch werden Programme eingestuft, die mehr als eine Sekunde Prozessor-Zeit benötigen. Mittlere Programme benötigen zwischen 0,3 und 1,0 Sekunden Prozessor-Zeit. Programme, die als niedrig eingestuft werden, benötigen weniger als 0,3 Sekunden Prozessor-Zeit.

So schalten Sie die Bremsen aus

Nun können Sie selbst auswählen, ob Sie diese Programme wirklich bei jedem Systemstart benötigen oder ob Sie sie jedes Mal im Bedarfsfall manuell öffnen wollen. Wenn Sie mit der rechten Maustaste nun auf das jeweilige Programm klicken, öffnet sich ein Menü. Dort erscheint unter anderem die Auswahlmöglichkeit „Deaktivieren“, mit der sie den automatischen Start der Anwendung abschalten. Ist dieser Schritt einmal gemacht und es stellt sich später heraus, dass Sie das Programm doch regelmäßiger brauchen, können Sie es auch wieder aktivieren. Ebenso können Sie nach dem Rechtsklick „Online suchen“ auswählen, falls das Programm nicht kennen und weitere Informationen erhalten möchten.

Sie könnte den Starvorgang ihres Rechners also mit wenigen Klicks beschleunigen. Führt das aber zu keiner zufriedenstellenden Verbesserung, dann lässt sich natürlich auch die Hardware nachrüsten. Neue SSD-Laufwerke haben alten HD-Festplatten einiges voraus, was die Lesegeschwindigkeit angeht. Mit ihnen kann ein Systemstart schon in wenigen Sekunden gelingen.